Psychologie
Eine psychologische Therapie wird sowohl konservativ, d.h. nicht-chirurgisch, behandelten Patienten als auch chirurgischen Patienten als Begleitung bei geplanter bariatrischer Operation angeboten.

Im Rahmen der konservativen Behandlung werden gemeinsam mit Ihnen Hintergründe und Auslöser für problematisches Essverhalten sowie weitere ungünstige Verhaltensmuster herausgearbeitet. Ferner werden Sie dabei unterstützt, hilfreichere Lösungen diesbezüglich zu finden. Unser Vorgehen basiert dabei in erster Linie auf verhaltenstherapeutischen Grundsätzen, die davon ausgehen, dass jedes Verhalten irgendwann aus bestimmten Gründen erlernt wurde und deshalb prinzipiell auch wieder verlernt bzw. alternatives Verhalten erlernt werden kann. Das Hauptaugenmerk liegt dabei vornehmlich in der Gegenwart und ist problem- und lösungsorientiert. Inhaltlich geht es vor allem um die Stärkung der Motivation, Erarbeiten von langfristig brauchbaren Strategien bezüglich eines ausgewogen Ess- und Bewegungsverhaltens sowie eine Misserfolgsprophylaxe.
Manchmal treten aber im Rahmen der psychologischen Behandlung auch Themen in den Vordergrund, die zunächst nicht direkt mit dem Essverhalten verbunden zu sein scheinen, für eine langfristig stabile Veränderung aber trotzdem einer Bearbeitung bedürfen. Auch diesen Themen kann bei der Behandlung Raum gegeben werden.
Die Begleitung vor und nach einer bariatrischen Operation kann verschiedene Themen umfassen: Ängste im Zusammenhang mit der OP, Befürchtungen hinsichtlich der körperlichen und psychischen Veränderungen nach der OP sowie deren Verarbeitung, allgemeine psychische Stabilisierung und auch die Unterstützung bei der ebenfalls notwendigen Verhaltensänderung.
Die Behandlung wird sowohl in »Einzelsitzungen als auch – bei konservativem Vorgehen - als »Gruppenprogramm (in Kombination mit Ernährungs- und Bewegungsinhalten) angeboten.


