Operationsverfahren
Bei der chirurgischen Therapie kommen sehr unterschiedliche Verfahren zum Einsatz, wie z. B. die Magenbandimplantation, die Magenschrittmacherimplantation oder verschiedene Formen der Magenbypassanlage. Nach jeder bariatrischen Operation muss eine Ernährungsanpassung bzw. besser noch eine Lebensstilumstellung erfolgen, um langfristig einen guten Erfolg hinsichtlich des Körpergewichts zu erzielen. Ein Wiederanstieg des Körpergewichts ist prinzipiell allerdings nach jeder Art von Operation möglich, wobei das Ausmass vor allem vom langfristigen Essverhalten abhängt.
Bei den unterschiedlichen chirurgischen Verfahren lassen sich grundsätzlich 2 Wirkprinzipien unterscheiden:
Erfreulicherweise können heutzutage in Zentren mit entsprechend erfahrenen Chirurgen alle bariatrischen Verfahren in laparoskopischer Technik (Schüssellochchirurgie) durchgeführt werden. In seltenen Fällen muss auf offene Verfahren mit grossem Bauchschnitt während der Operation umgestiegen werden. Gründe hierfür können intraoperative Komplikationen oder sehr schwierige anatomische Verhältnisse aufgrund einer ausgeprägten Fettansammlung in der Bauchhöhle sein.
Ein neues chirurgisches Verfahren ist die Anlage eines »Magenschrittmachers. Dabei werden im Wesentlichen zwei Ziele verfolgt. Zum einen wird die Entleerung des Magen durch elektrische Impulse gestört, so dass die Nahrung länger im Magen verweilt. Zum anderen werden die elektrischen Signale wohl über Nervenbahnen an das Gehirn weitergeleitet, wo sie dann Appetit und Hunger reduzieren bzw. Sättigung induzieren. Grössere Untersuchungen bzw. Studien zur Wirksamkeit dieses Verfahrens liegen bislang noch nicht vor, so dass noch nicht eindeutig beurteilt werden kann, ob und für wen dieses Verfahren geeignet ist.









