Ergebnisse
Konservative Therapie

Der Erfolg einer konservativen Therapie kann frühstens nach einem Jahr abgeschätzt werden. Nach internationalen Kriterien gilt als Erfolg, wenn 50% der in einem Programm behandelten Personen nach einem Jahr 5% leichter sind und 20% der behandelten Personen nach einem Jahr 10% leichter sind als vor Beginn der Behandlung.
Einzelne Patienten schaffen es jedoch, ihr Körpergewicht deutlicher und dauerhaft zu reduzieren. Häufig entspricht das Ausmass der erreichten Gewichtsreduktion jedoch nicht den Erwartungen des Patienten. Zudem steigt das Gewicht im weiteren Verlauf auch oft wieder an (der berühmte Jojo-Effekt). Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, ist eine langfristige Anbindung an das Behandlungsteam sinnvoll.
Es muss allerdings betont werden, dass selbst eine geringe Gewichtsreduktion z.B. um 5 kg bereits sehr positive Effekte auf Stoffwechselparameter wie Blutzucker und Cholesterin ausübt und somit einen enormen gesundheitlichen Nutzen hat. Daher ist es aus gesundheitlicher Sicht sicherlich nicht sinnvoll, einem "Alles-oder-Nichts" Gesetz im Sinne von "20 Kilo oder gar nichts" zu folgen. Vielmehr sollten auch kleine Erfolge als positiv bewertet werden.
Chirurgische Therapie
Die Erfolgsquoten nach chirurgischer Therapie sind besser als nach konservativer Therapie. Als Erfolg gilt, wenn ein Patient nach erfolgter Operation sein Übergewicht dauerhaft um mehr als 50% reduzieren kann. Durch eine differenzierte und auf den einzelnen Patienten abgestimmte Auswahl des operativen Verfahrens lassen sich sogar weit bessere Ergebnisse erzielen. Gleiches gilt auch für eine optimale Nachbetreuung der Patienten durch ein interdisziplinäres Behandlungsteam.
Die Kunst des Behandlungsteams und insbesondere des Chirurgen ist es daher, für jeden Patienten das geeignete operative Verfahren herauszusuchen. Nicht selten werden heute Patienten mit Magenband aufgrund unzureichend guter Ergebnisse später nochmals operiert, wobei eine Umwandlungs- oder Transformationsoperation mit Anlage eines Magenbypasses durchgeführt wird. Es gilt also zukünftig durch eine sehr sorgfältige Indikationsstellung derartige Verläufe soweit möglich zu vermeiden. Trotz dessen sind die Ergebnisse auch nach Transformationsoperation meist sehr gut.
In Abhängigkeit vom Gewichtsverlust steigt die Lebensqualität der meisten Patienten nach der Operation deutlich an. Einzelne Patienten können jedoch auch Schwierigkeiten damit haben, mit ihrem "neuen Leben", ihrem neuem Gewicht und Ansehen zurecht zukommen. Hier kann eine psychotherapeutische Begleitung sinnvoll sein.
Nach erfolgtem Gewichtsverlust können Schwierigkeiten bezüglich überschüssiger Hautfalten auftreten. Je nach Leidensdruck können erneute Operationen, durchgeführt von plastischen Chirurgen, notwendig sein. Meist werden hierbei sehr gute Ergebnisse erzielt, mit denen die Patienten sehr zufrieden sind. Es ist jedoch zu erwähnen, dass die Krankenkassen oft nur in sehr ausgeprägten Fällen die Kosten für den jeweiligen Eingriff übernehmen.





