Definition

Übergewicht, welches in seiner ausgeprägten Form auch als Adipositas bezeichnet wird, ist durch eine Vermehrung des Körperfettes definiert. Da sich dieses nur mit sehr aufwendigen Methoden direkt messen lässt, wird im Allgemeinen eine Einschätzung des Ernährungszustandes mittels Körpergewicht und Körpergrösse vorgenommen. Aus diesen beiden Grössen kann man den sogenannten Body-Mass-Index (BMI) berechnen. Dabei wird das Körpergewicht durch die Körpergrösse in Metern zum Quadrat geteilt.

Körpergewicht (kg):
Grösse (cm):
BMI:

Gewichtsklassifikation bei Erwachsenen nach den Kriterien der WHO von 1997

Anhand des BMI lassen sich verschiedene Gewichtsklassen definieren:

Gewichtsklassifikation BMI (kg/m2)
Untergewicht <18,5
Normalgewicht 18,5-24,9
Übergewicht 25,0-29,9
   Adipositas Grad I 30,0-34,9
   Adipositas Grad II 35,0-39,9
   Adipositas Grad III ≥40

Übergewichtigkeit beginnt bei einem BMI von ≥ 25 kg/m².

Ab einem BMI von 30 kg/m² spricht man von Adipositas. Diese kann in die Schweregrade I bis III eingeteilt werden.

Bei einem BMI ≥ 40 kg/m² spricht man auch von der so genannten morbiden - das heisst krankhaften - Adipositas. Letztlich basiert diese Einteilung auf der Erkenntnis, dass sich mit steigendem Übergewicht das Risiko für verschiedenartige Erkrankungen und frühzeitigen Tod erhöht.

Es sollte jedoch betont werden, dass sich bei erhöhtem Alter die BMI-Grenzen für eine gesundheitlich Gefährdung nach oben verschieben, das heisst dass man durchaus in einem Alter von beispielsweise 70 Jahren einen BMI von > 25 kg/m² aufweisen kann, ohne dass hierdurch ein erhöhtes gesundheitliches Risiko besteht. Wichtig ist auch zu wissen, dass ein erhöhter BMI nicht gleichzusetzten ist mit einem erhöhten Körperfettanteil, da das Übergewicht auch auf eine erhöhte Muskelmasse zuzuführen sein kann. Ob also eine Gewichtreduktion anzuraten ist, lässt sich nicht allein anhand des BMI beurteilen, sondern muss immer individuell entschieden werden.